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Der Unterschied zwischen chronischem Hunger und Hungersnöten
Ein Vergleich
Bei Hunger denkt man meist an Hungerskatastrophen.
Doch diese extreme Form des Hungers ist nur die „Spitze des Eisbergs“,
die etwa 10 Prozent aller Menschen, die an Hunger weltweit sterben, betrifft.
Die restlichen 90 Prozent - also der größte Anteil - sind dem chronischen
Hunger zuzuschreiben.
| Chronischer Hunger |
Hungersnöte |
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| Chronischer Hunger herrscht über lange Zeiträume und ist weit verbreitet. |
Hungersnöte treten zeitlich begrenzt, sporadisch auf und sind lokal begrenzt. |
| Die Umstände, die zu chronischem Hunger führen, sind komplex.
Zum Beispiel: Unterdrückung von Mädchen und Frauen, Verwehren des
Zugangs zu wichtigen Ressourcen, Ungenügende Bildung, Verletzung von Rechten. |
Auslöser sind besondere Umstände wie z.B. Krieg, Misswirtschaft,
Naturkatastrophen (Dürre, Überschwemmung, etc.). Hungersnöte treten
oft in Regionen auf, in denen zuvor schon chronischer Hunger herrschte. |
| Chronischer Hunger untergräbt die Kräfte der Menschen. Die Betroffenen
sterben weitgehend „unsichtbar“ an den Folgen der Unter- und Mangelernährung. |
Menschen verhungern. Sie sterben unmittelbar an akutem Nahrungsmangel oder an
Krankheiten, die sie durch ihre akute körperliche Schwächung nicht abwehren können. |
| Eine Lösung liegt in Ansätzen, bei denen die Betroffenen in möglichst
hohem Maß aktiv partizipieren. Empowerment und Selbstverantwortung
sind wesentliche Schlüssel für einen nachhaltigen Wandel. |
Schnelle, akute Nothilfe ist erforderlich, sie kommt zu einem großen Teil
von außen (u.a. Hilfsdienste, Militär): Versorgung mit Lebensmitteln,
Trinkwasser, Medikamenten, Zelten, praktischer fachlicher Hilfe und ggfl. Evakuierungen. |
| Chronischer Hunger ist „unspektakulär“. Er findet relativ wenig Beachtung durch die
Medien und die Öffentlichkeit, insbesondere nicht in der aktuellen Berichterstattung. |
Hungersnöte finden zumindest in ihrer akuten Phase viel Beachtung in den Medien und
der Öffentlichkeit. Dies ruft dann oft eine erhöhte Hilfs- und Spendenbereitschaft hervor. |
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