Weltweite Entwicklung

Die Fortschritte der letzten dreißig Jahre

Trotz der nach wie vor erschreckend großen Zahl an chronisch hungernden Menschen sind in den letzten drei Jahrzehnten große Fortschritte erzielt worden.
  • Hungertod

    1977 (Gründung des Hunger Projekts) starben schätzungsweise 41.000 Menschen täglich an den Folgen chronischen Hungers - bei einer Bevölkerungszahl von 4,2 Milliarden. Die Weltbevölkerung ist inzwischen auf 6,9 Milliarden gestiegen. Hätte sich nichts verbessert, würde das heute täglich 67.000 Hungertote bedeuten - heute sind es aber "nur" 24.000.
  • Unterernährung

    Die Zahl unterernährter Kinder in den Entwicklungsländern insgesamt ist im letzten Jahrzehnt von 32 Prozent auf 28 Prozent gesunken. Dennoch sind heute immer noch Über eine Milliarde Menschen auf dieser Welt chronisch unterernährt und für 2 Milliarden gibt es keine Nahrungsmittelsicherheit. Fast die Hälfte aller Kinder in Südasien und ein Drittel der afrikanischen Kinder sind unterernährt.
  • Alphabetisierung

    Die Analphabeten-Rate konnte in den sich entwickelnden Ländern in den letzten 30 Jahren halbiert werden; noch immer kommen über 73 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule, davob sind 40 Prozent Mädchen. In Südasien können 76 Prozent der Erwachsenen lesen und schreiben, in Afrika sind es 63 Prozent.
  • Einkommen

    Eine Milliarde Menschen müssen mit 1 USD pro Tag auskommen, 2,7 Milliarden Menschen (40 Prozent der Weltbevölkerung) haben 2 USD pro Tag zur Verfügung.
  • Geburtenrate

    Die Geburtenrate in Entwicklungsländern insgesamt ist knapp unter drei Kinder pro Frau gefallen (um die Hälfte seit 1969). Es gibt heute ca. 6,9 Milliarden Menschen weltweit, 2,4 Milliarden mehr als 1980. Man geht davon aus, dass es 2050 etwa 9,2 Milliarden sind – jedoch berichten neuere Studien, dass die Geburtenraten in verschiedenen Ländern schneller sinken als bisher angenommen.
  • Lebenserwartung

    Weltweit ist die Lebenserwartung im Durchschnitt auf 66 Jahre gestiegen – von 46 Jahren im Jahr 1950. Jedoch haben die Menschen in vielen Ländern des südlichen Afrikas wegen HIV/AIDS 10 bis 20 Jahre an Lebenserwartung verloren, sie liegt heute dort bei 49 Jahren.

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