Das Epizentrum

Phase 1: Mobilisierung

In dieser ersten Phase, die ungefähr ein Jahr dauert, entwickeln die Dorfbewohner die Vision einer Zukunft ohne Hunger, verpflichten sich dieser und inspirieren ihre Mitmenschen, eigenständige Aktionen durchzuführen.

Das Hunger Projekt beginnt seine Arbeit mit einem Gespräch mit den Repräsentanten der kommunalen Selbstverwaltung, um ihnen die Epizentren-Strategie zu unterbreiten und sie um Unterstützung zu bitten.

Der Vision, Commitment and Action Workshop

Der Vision, Commitment and Action Workshop (VCAW) wird abgehalten: zuerst für die Kommunalbeamten und geladenen Repräsentanten mehrerer Dörfer, und später auf Dorfebene für einige hundert Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner.

Er dient dazu, die innere Haltung der Teilnehmer zu ändern: weg von Resignation hin zu “Hunger kann enden”; weg von Abhängigkeit “die Regierung wird es machen” hin zu “ich kann’s selber”. Er macht außerdem die negativen Auswirkungen der Ungleichstellung der Geschlechter deutlich.

Erste Führungskräfte tun sich hervor. Diese Frauen und Männer werden in gleicher Zahl als Entwicklungstrainer ausgebildet, die ihre Mitmenschen mobilisieren und dabei begleiten, selbst Prioritäten zu setzen und eigene Projekte umzusetzen.

Erste Eigeninitiativen

Einzelne Menschen und kleine Gruppen beginnen Projekte, z. B. Wiederaufbau von Schulen, Pflanzung von Gemüsegärten oder Aufbau kleiner Unternehmen. Die Menschen gewinnen Vertrauen, wenn sie ihr erstes eigenständiges Projekt erfolgreich abschließen.

Lese- und Schreibkurse für Frauen werden gehalten. Dies eröffnet ihnen eine neue Welt und sie beginnen sich anders wahrzunehmen.

Abschluss der Mobilisierungsphase

In dieser Phase arbeitet jedes Dorf für sich. Sie endet, wenn die Dörfer anfangen, sich als eine größere Gemeinschaft mit politischer und wirtschaftlicher Stärke wahrzunehmen und miteinander zu arbeiten – dies nennen wir ein Epizentrum. Gemeinsam wählen sie ein Epizentren-Gremium aus, das sie in die zweite Phase führt.

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Themenkreis
Die Epizentren-Strategie
Gruppen von Dörfern schließen sich zu dynamische Zentren zusammen und lernen dort, gemeinsam zu handeln, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. >> mehr
Der Bau eines Epizentrums
Video über den Bau eines Epizentrums



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Besuch im Jaldu-Epizentrum am 13. 7. 2010
Jemima Hartshorn arbeitet für einige Monate in Addis Abeba in Äthiopien. Dort hat sie das Jaldu Epizentrum besucht, in dem auch Ababa Banti lebt. Ihre Hühnerfarm war das Beispiel, das zur Veranschaulichung des Mikrokreditprogramms, in einer Broschüre des Hunger Projekts im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Jemima übergab ihr den „Geschäftsbericht“. >> mehr
Reisebericht Malawi
Jemima Hartshorn, Aktive beim Hunger Projekt, war mit einer Gruppe von Investorinnen und Investoren in Juli 2007 in Malawi. Vor Ort konnte sie sich ein Bild von der Funktionsweise der Epizentren machen. >> mehr
Präsentation mit Dr. Idrissa Dicko
Dr. Idrissa Dicko aus Burkina Faso informierte am 3. und 4. Juni 2007 in München und Hamburg über die Arbeit des Hunger Projekts in Afrika. Er ist seit 10 Jahren Landesdirektor und hat die Arbeit des Hunger Projekts dort aufgebaut. >> mehr