Das Epizentrum

Phase 4: Eigenständigkeit

Ist die Epizentren-Bank offiziell anerkannt, benötigt das Epizentrum keine weitere finanzielle Unterstützung des Hunger Projekts. Die Wandlung, die sich über fünf Jahre hin vollzogen hat, wird im Folgenden zusammengefasst:

Vor der Epizentren-Strategie Nachdem das Epizentrum Eigenständigkeit erlangt hat
   
Die Menschen leben in Ab- hängigkeit und Resignation ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Menschen sind die erfolgreichen Autoren ihrer Entwicklung: sie sind motiviert, selbstbewusst und verbessern ihr Leben Tag für Tag.
Die Menschen leben in isolierten kleinen Dörfern, die miteinander konkurrieren. Die Menschen arbeiten als Gemeinschaft zusammen, die groß genug für wirt- schaftliche Entwicklung ist. Führungskraft entwickelt sich.
Frauen sind die Ärmsten, arbeiten am meisten und haben keine Stimme in der Gesellschaft. Frauen sind mit den Männern gemeinsam in der Leitung, sie sind Schlüsselfiguren in der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Viele Frauen lassen sich für Wahlen aufstellen und werden gewählt.
Es gibt keine Gelegenheit für Frauen, lesen und schreiben zu lernen. Alle Frauen, die an dem Kreditprogramm teilnehmen, lernen lesen, schreiben und rechnen.
Regierungsprogramme kommen nie bei den Menschen in den abgelegenen, isolierten Dörfern an. Die Gemeinschaft hat das Selbst- bewusstsein und die Zahlenstärke, erfolgreich Dienstleistungen, wie Straßenbau oder Wasser-/Stromversorgung, einzufordern.
Die Menschen sind schlecht ernährt, essen einmal am Tag und hungern saisonbedingt. Die Menschen sind gut ernährt und managen erfolgreich ihre Nahrungsmittel- sicherheit durch das Lebensmittellager.
Die Bauern bauen nur wenige Grundnahrungsmittel und grösstenteils für den Eigen- bedarf an. Die landwirtschaftlichen Produkte sind breit gefächert, verbessert und ver- kaufen sich erfolgreich auf dem Markt. Die Menschen bauen Gemüse an, betreiben Fischzucht und halten Hühner und Vieh.
Der Großteil der Kinder, vor allem die Mädchen, geht nicht in die Schule. Mädchen und Jungen gehen gleicher- maßen in die Vor- und Grundschule - in der Nähe ihres Zuhauses. Es gibt eine gut bestückte Bücherei.
Es gibt keine medizinische Versorgung. Die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten sind sehr hoch. Es gibt eine zuverlässige medizinische Versorgung. Die Kinder- und Mütter- sterblichkeitsraten fallen dramatisch.
Durch die Ungleichstellung der Geschlechter und die sexuelle Unterdrückung der Frauen, ist die Verbreitung von HIV/AIDS außer Kontrolle geraten. Frauen und Männer hören mit gefähr- lichen sexuellen Praktiken auf, durch die HIV/AIDS verbreitet wird.
Jegliches Bargeld, das die Menschen besitzen, liegt brach. Durch die Bank wird Erspartes in kommunale Unternehmungen investiert.
Die Männer emigrieren oft in die Städte, um dort eine Arbeit zu finden. Es gibt eine lebendige dörfliche Wirtschaft. Die Männer beginnen, in die Dörfer zurückzukehren.

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Themenkreis
Die Epizentren-Strategie
Gruppen von Dörfern schließen sich zu dynamische Zentren zusammen und lernen dort, gemeinsam zu handeln, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. >> mehr
Der Bau eines Epizentrums
Video über den Bau eines Epizentrums



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Besuch im Jaldu-Epizentrum am 13. 7. 2010
Jemima Hartshorn arbeitet für einige Monate in Addis Abeba in Äthiopien. Dort hat sie das Jaldu Epizentrum besucht, in dem auch Ababa Banti lebt. Ihre Hühnerfarm war das Beispiel, das zur Veranschaulichung des Mikrokreditprogramms, in einer Broschüre des Hunger Projekts im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Jemima übergab ihr den „Geschäftsbericht“. >> mehr
Reisebericht Malawi
Jemima Hartshorn, Aktive beim Hunger Projekt, war mit einer Gruppe von Investorinnen und Investoren in Juli 2007 in Malawi. Vor Ort konnte sie sich ein Bild von der Funktionsweise der Epizentren machen. >> mehr
Präsentation mit Dr. Idrissa Dicko
Dr. Idrissa Dicko aus Burkina Faso informierte am 3. und 4. Juni 2007 in München und Hamburg über die Arbeit des Hunger Projekts in Afrika. Er ist seit 10 Jahren Landesdirektor und hat die Arbeit des Hunger Projekts dort aufgebaut. >> mehr