Die Grundeinstellung der Menschen in Bangladesch ist von Resignation und Abhängigkeit geprägt.
In der Auseinandersetzung mit dieser Haltung wurde in Bangladesch
der Vision, Commitment and Action Workshop (VCAW)
entwickelt, der inzwischen auch in vielen anderen Ländern ein wichtiges Instrument geworden ist.
Prof. Badiul Majumdar, Direktor des Hunger Projekts
Bangladesch, leitet einen VCA-Workshop
Sich ein Leben ohne chronischen Hunger vorzustellen, ist ein bedeutender erster Schritt für Menschen,
die nie etwas anderes kennen gelernt haben.
Mit dem VCAW werden sie herangeführt, Zielvorstellungen
und Strategien für eigene Selbsthilfeaktivitäten zu entwerfen, und diese mit ihren eigenen Mitteln umzusetzen.
Dabei erfahren sie, dass ihr persönlicher Einsatz zu konkreten Veränderungen führt und lernen langsam, ihre
Apathie und Resignation zu überwinden.
Entwicklungstrainer
In allen 64 Distrikten Bangladeschs werden zurzeit Männer und Frauen ausgebildet,
den Vision, Commitment and Action - Workshop zu leiten.
Beginnend mit den Workshops
mobilisieren diese Entwicklungstrainerinnen und -trainer ihre Dorfgemeinschaften, selbstbestimmt
grundlegende Verbesserungen in den Bereichen Basisgesundheit, Hygiene, Bildung, Einkommenssicherung
und Gleichstellung der Frauen herbeizuführen.
Entwicklungstrainerin
Shanti Ribaru
Es gibt in Bangladesch inzwischen knapp 250.000 ehrenamtliche "Entwicklungstrainer"
(40 Prozent davon sind Frauen), die acht Millionen Menschen mobilisieren, ihre Grundversorgung sicherzustellen.