Den Einstieg für die Mobilisierung der Menschen bildet der dreistündige
Vision, Commitment and Action Workshop (VCAW).
Ziel dieses Workshops ist es, das vorherrschende Gefühl von Abhängigkeit und Resignation bei den Menschen
zu durchbrechen und das Bild,
das sie von sich und ihrer Rolle in der Gesellschaft haben, zu verändern.
Armut trotz massiver finanzieller Entwicklungshilfen
Bangladesch hat über Jahre viel Geld von der internationalen Hilfsgemeinschaft bekommen,
aber selbst diese massive Hilfe hat nicht dazu beigetragen, die Armut dort zu überwinden.
Die gut gemeinten Milliarden "Dollar der Nächstenliebe" haben einer Abhängigkeitsgesinnung
Vorschub geleistet, in der die Bangladeschi gefangen sind. Je mehr Hilfe sie bekommen, desto
mehr scheinen sie zu brauchen.
Projekte können aber nicht nachhaltig sein, wenn ihr Fortbestand
davon abhängt, ob ständig Mittel von außen nachfließen. Was passiert, wenn die Geldgeber
kein Geld mehr haben oder ihre Prioritäten ändern?
Die Vision eines eigenständigen Lebens
In den VCA-Workshops entwickeln Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner
die Vision eines eigenständigen Lebens und erkennen,
dass sie diese mit ihren eigenen Strategien und Ressourcen verwirklichen können.
Sie verpflichten sich zur Umsetzung und entwerfen Aktivitäten, die sie mit ihren Mitteln sofort
durchführen können.
Dabei werden sie von den ausgebildeten „Entwicklungstrainern“ begleitet,
so dass ihre Projekte erfolgreich abgeschlossen werden können. Dies ist einer der wichtigsten Schritte
zu mehr Selbstvertrauen.
Seit 1993, als der VCAW in Bangladesch erstmals durchgeführt wurde, haben dort über
3 Millionen Menschen teilgenommen.