Union Parishad

Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung

Im Dezember 1997 wurde in Bangladesch ein Gesetz erlassen, das kommunale Regierungsformen – die Union Parishads (UPs) – und innerhalb dieser Gremien die Stellung der Frauen stärken soll.

Mindestens 30Prozent der Sitze werden an Frauen vergeben. Die Umsetzung dieser Maßgabe ist herausfordernd, denn traditionell ist politisches Engagement eine Angelegenheit von Männern.

Seit dem Jahr 2000 legt das Hunger Projekt seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Stärkung der Lokalregierungen und widmet sich in besonderer Weise den weiblichen Abgeordneten in den UPs.

Seit dem Jahr 2004 bietet das Hunger Projekt eine 4-tägige Ausbildung als Entwicklungstrainerin für neugewählte kommunale Frauenabgeordnete an. Hier erfahren diese, was sie in ihren Unions erreichen können, wenn es ihnen gelingt, die Menschen dazu zu mobilisieren, selbständig zu agieren.

10-Punkte-Strategie

Im Jahr 2001 entwickelte das Hunger Projekt eine 10-Punkte-Strategie, um die Zusammenarbeit mit den UPs, und hier speziell mit den darin vertretenen Frauen, zu stärken.

Diese frauenzentrierte Strategie ist darauf ausgerichtet, Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Hygiene, Trinkwassersicherheit, Einkommensschaffung, Umweltbewusstsein, Ernährung und Stärkung der Frauen auf der Dorfebene zu erreichen.

Bildung einer Union Parishad Fürsprecher-Gruppe

Diese Gruppe wird von kommunalen Abgeordneten geleitet, die das Hunger Projekt ausgebildet hat. Sie stellt Empfehlungen zur Stärkung der lokalen Regierungsgremien zusammen und organisiert zahlreiche öffentliche Veranstaltungen, Round-Table-Diskussionen, Pressekonferenzen und Treffen mit führenden Politikerinnen und Politikern, um die Chancen zu verdeutlichen, die in der Dezentralisierung liegen.

Im Verlauf des Jahres 2006 organisierte diese Gruppe öffentliche Etat-Sitzungen in 70 UPs (www.local-democracy.org), um Transparenz zu schaffen und die örtliche Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse der UPs einzubeziehen.

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