In Mexiko gibt es 111 Mio. Einwohner (Stand 2009), davon
- 42 Mio. Arme
- 20 Mio. extrem Arme
- 10 Mio. Indigene, die alle sehr arm sind.
Nach dem Erdöl sind die Überweisungen der in den USA lebenden Exil-Mexikaner mit
14 Milliarden US$/Jahr die zweitwichtigste Einnahmequelle Mexikos!
Die Abwanderung vor allem der männlichen Bevölkerung in die Großstädte und ins Ausland
führt zu einem steten Ausbluten der Dörfer.
Schwerpunkte
Das Hunger Projekt begann 1998 mit seiner Arbeit in Mexiko und ist bisher in insgesamt 9 Bundesstaaten aktiv.
Die Schwerpunkte liegen dabei in folgenden Bereichen:
- Bildungs- und Ausbildungsprogramme
- Aufbau von Entwicklungszentren
- Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit
- Beschaffung finanzieller Mittel (Fundraising)
- Unterstützung der Arbeit in Bolivien und Peru
Dabei stützt sich das Hunger Projekt auf zwei seiner wesentlichen Strategien:
Dem mittlerweile verstorbene Direktor des Hunger Projekts in Mexiko, Dr. Hugo Gonzales und seinem
Team gelang es, mit breitenwirksamen medialen Strategien einen hohen Bekanntheitsgrad im Land zu
erreichen und ein großes, unterstützendes Netzwerk aufzubauen.
Kooperation mit Regierungsprogrammen
Bei seiner Arbeit in Mexiko kann das Hunger Projekt eine glückliche Besonderheit nutzen:
Die mexikanische Regierung verfügt über gute Entwicklungsprogramme mit gut ausgebauter
Infrastruktur (Büros, ausreichend und in Dörfern bereits bekannte Angestellte), die allerdings
vielfach ineffektiv sind. Die Gelder aus Fonds fließen ungenutzt wieder zurück oder versickern
in unbekannten Taschen, damit das Budget nicht gekürzt wird.
Das Hunger Projekt kooperiert mit diesen Programmen und hat die Möglichkeit, deren vorhandene
Infrastrukturen für seine Workshops zu nutzen.
Investitionen und Ziele
Vom Global Office bekommt das mexikanische Hunger Projekt für seine Programme 100.000 US$.
Mexikanische Investoren zahlten 2003 rund 35.000 US$ (Ziel sind 100.000 US$).
Die mexikan. Investitionen verbleiben direkt in Mexiko.
Mittelfristiges Ziel des Hunger Projekts in Mexiko ist es, sich eines Tages von selbst, d.h.
aus mexikanischen Mitteln zu finanzieren.