1991 kam es in der Arbeit des Hunger Projekts zu einem grundlegenden Wandel.
Das Hunger Projekt leitete eine umfassende gedankliche Neuorientierung in seiner Ausrichtung und Vorgehensweise ein.
Der UN-Weltgipfel für Kinder
Ausgelöst wurde diese Veränderung durch die politischen Versprechen und Aktionspläne anlässlich des UN-Weltgipfels
für Kinder 1990, die von 81 Staats- und Regierungschefs - darunter auch dem damaligen Bundespräsidenten Richard von
Weizäcker - unterzeichnet wurden.
Im dort verabschiedeten Aktionsplan wurden weitgehend die Ziele, die das Hunger Projekt
in den 80er Jahren verfolgt hatte, z.B. die Überwindung chronischen Hungers bis zum Jahr 2000 gemessen an der
Säuglingssterblichkeitsrate unter 5 Prozent, bestätigt.
Gleichzeitig unterstrich das Ausscheiden von Werner Erhard im Jahr 1990, sowohl aus dem Globalen Vorstand als auch aus
der aktiven Mitarbeit, das Ende der ersten Phase des Hunger Projekts.
Umsetzung der Millenniumsziele
Seitdem konzentriert sich die Arbeit des Hunger Projekts darauf, die von den UN-Gipfelkonferenzen deklarierten Ziel
durch konkrete Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit Regierungsstellen und anderen Nichtregierungsorganisationen
umzusetzen.
So leistet das Hunger Projekt seit 1991 konkrete Entwicklungsarbeit in folgenden Ländern: Bangladesch, Indien, Mexiko,
Peru, Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda.
Wechsel an der Führungsspitze des Globalen Hunger Projekt
Anfang 2008 zog sich Joan Holmes aus der täglichen Arbeit des Hunger Projekts zurück.
Sie ist jedoch weiterhin als „Founding President“ im Vorstand tätig.
Im Amt folgte ihr die aus Australien stammenden Jill Lester. Jill Lester war zuvor mehr als zehn Jahre als
Geschäftsführerin einer der größten
Finanzinstitute Australiens, der "Commonwealth Bank of Australia" tätig.
Nachdem sich Jill Lester im Februar 2010 von der Leitung zurückgezogen hatte, übernahm Mary Ellen McNish ab September
2010 die Leitung des Globalen Hunger Projekts als "Chief Executive Officer" (CEO) und Präsidentin.
Mary Ellen McNish war zuvor zehn Jahre Generalsekretärin der Religiösen Gesellschaft der
Freunde - American Friends Service Committee (AFSC).