
Am 7. Juli 2008 wurde die Tanabata-Aktion, initiiert durch das Bündnis "Deine Stimme gegen Armut", in Berlin mit einer gemeinsamen Veranstaltung erfolgreich abgeschlossen.
Ins Leben gerufen hatten diese Wunsch-Aktion die "Global Call Against Poverty"-Plattformen weltweit, vor allem in den G8-Staaten. In Deutschland wurde sie initiiert von „Deine Stimme gegen Armut“, dem Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), zu dessen Mitgliedern auch das Hunger Projekt zählt.

Ganz in der japanischen Tradition des Tanabata, am Abend des 7.Juli Wunschzettel an Bäume zu hängen in der Hoffnung auf Erfüllung, hatten alle beteiligten Initiativen und Organisationen im Vorfeld des G8-Gipfels Wunschzettel gesammelt und damit nachdrücklich die Versprechen der G8-Regierungen, Armut in Afrika entschieden zu bekämpfen, eingefordert.
„Die G8-Staaten müssen sich in Japan fragen, wie ernst sie ihre eigenen Versprechen nehmen. Verdoppeln sie ihre Hilfe für Afrika? Stellen sie tatsächlich Milliarden für die AIDS-Bekämpfung bereit? Nur konkrete Taten können den Gesichtsverlust der reichen Staaten verhindern. Alles andere wäre Harakiri für die Glaubwürdigkeit“, so Herbert Grönemeyer, prominenter Unterstützer der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“.
Die G8-Staaten hatten – zuletzt 2007 beim G8-Gipfel in Heiligendamm – zugesagt, die Afrikahilfe bis 2010 um 25 Milliarden US-Dollar jährlich zu erhöhen und damit zu verdoppeln.
"Wir erwarten daher von den G8 konkrete Aussagen, wie sie 2010 ihr Soll erfüllen“, erklärt VENRO-Vorsitzende Claudia Warning in ihrer Rede. „Dies sind keine politischen Zahlenspiele, sondern hier geht es um Menschenleben. Jeden Tag sterben 5.000 Kinder an den Folgen von Armut. Das ist nicht akzeptabel und die internationale Gemeinschaft und die G8 als reichste Länder der Welt haben hier eine Verantwortung.“
Gemeinsam stellten die Akteure am Abend vor dem Beginn des G8-Gipfels vor dem Bundeskanzleramt in Berlin 50 Bambusbäume auf, an die die über 10.000 bundesweit gesammelten Wunschzettel gehängt wurden. Später übergab eine Delegation von VENRO exemplarisch an Staatssekretär Pfaffenbach im Wirtschaftsministerium einen Bambusbaum mit 22 Wünschen, darunter auch der des Hunger Projekts:
"Armut ist weiblich. Daher wünschen wir uns vom G8-Gipfel nicht nur mehr, sondern strategisch bessere EZ und d.h. vor allem: Frauen-Empowerment konsequenter umsetzen und lokale Demokratie mit mehr Frauenbeteiligung stärken. Wir haben bisher in 14 Ländern 180.000 ehrenamtliche Entwicklungstrainer/innen ausgebildet, die eigenständig nachhaltige Lösungen entwickeln und umsetzen. Für ein Scaling-up brauchen sie ein unterstützendes Umfeld, eine kohärente EZ aller Akteure."
Eine weitere große Aktion ist bereits in Planung: Der Stand-Up Day im Oktober, organisiert von der UN-Millenniumkampagne und VENRO. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.stelldichgegenarmut.de. Dort kann man auch eigene lokale Veranstaltung online anmelden bzw. kann sich jeder über PLZ-Suche informieren, ob in seiner Stadt/Nähe bereits eine Veranstaltung geplant ist, an der man sich beteiligen kann.