
„Wohin entwickelt sich unsere Partnerschaft mit Afrika?“ Über diese Frage diskutierten im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks am 25. Februar Vertreter von GEMEINSAM FÜR AFRIKA und der Deutschen Afrika Stiftung (u.a. Wolfgang Niedecken als Botschafter von GEMEINSAM FÜR AFRIKA) sowie viele Gäste aus Politik und Wirtschaft mit Bundesminister Dirk Niebel. Das Hunger Projekt, das dem Bündnis seit Januar 2010 angehört, war durch Christian Dobrick vertreten. Hier sein Bericht:
Dirk Niebel, MdB, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, berichtete von seinen ersten Reisen als Bundesminister nach Afrika, genauer gesagt, nach Ruanda, Kongo, Mozambik und Namibia.
Herr Niebel möchte Haushalts- und Budgethilfen zurückfahren. Er möchte die Betonung mehr auf wirtschaftliche Zusammenarbeit legen und dabei besonders Investitionen anregen und fördern. Wichtig dabei sei die Stärkung von Zivilgesellschaften vor Ort. Niebel sprach davon, die „Basis von Zivilgesellschaften zu schulen.“ Sein Ziel ist es, in dieser Legislaturperiode die drei EZ-Organisationen GTZ, DED und InWEnt zu einer zusammenzufassen. Herr Niebel erklärte, dass er nicht gegen eine Finanztransaktionssteuer* sei, sofern alle Länder mitmachten.
Wolfgang Niedecken, Musiker (BAP) und Botschafter von GEMEINSAM FÜR AFRIKA e.V., sprach davon, dass Hilfsorganisationen durch Korruption in Afrika behindert werden.
Einig waren sich Wolfgang Niedecken und Dirk Niebel darin, dass ein Schlüssel zur Entwicklung von Afrika in zwei Punkten zu suchen ist:
Mit Zertifizierung von Rohstoffen ist gemeint, dass durch Analyseverfahren sehr genaue „Fingerabdrücke“ von Rohstoffen wie Erzen, Metallen, aber auch organischen Materialen wie Holz möglich werden. Damit kann der genaue Ursprungsort einer Ware nachträglich erkannt werden und somit, ob dieser legal oder illegal gewonnen wurde. Illegale Rohstoffe können so aus dem Handel genommen werden, z.B. Blutdiamanten.