

Am 16. Oktober findet zum dreißigsten Mal der Welternährungstag statt. An ihm beteiligen sich über 150 Länder. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Hunger“. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) weist darauf hin, dass die Lebensmittelproduktion bis zum Jahr 2050 um 70 Prozent steigen müsste, um eine Weltbevölkerung von dann 9 Mrd. Menschen ernähren zu können. Das sei nur möglich, wenn die landwirtschaftliche Produktion der Länder durch private und öffentliche Institutionen unterstützt werde. Besonderes Augenmerk muss hier auf Kleinbauern und –bäuerinnen gelegt werden, die zusammen mit ihren Familien ein Drittel der Weltbevölkerung bilden und einen wesentlichen Anteil zur Ernährungssicherheit beitragen.
Im Jahr 2009 überschritt die Zahl der unterernährten Menschen die Milliardengrenze, was unter anderem auch auf die Wirtschaftskrise und steigenden Lebensmittelpreise zurückzuführen war. Jacques Diouf, Generaldirektor der FAO, wiederholte seinen Aufruf vom November 2009, eine Online-Petition zu unterzeichnen und auf diese Weise die Regierungen aufzufordern, die Bewältigung des Hungers mit höchster Priorität zu verfolgen. Auch Sie können diese Petition unter www.1billionhungry.org unterzeichnen.
Der Welternährungstag sollte uns aber auch dazu anregen, die eigene Ernährungsweise kritisch zu betrachten. Durch die Nahrungsmittelproduktion in der industrialisierten Welt wie zum Beispiel durch Massentierhaltung und unsere Konsumgewohnheiten werden viele Ressourcen verbraucht, die schonender und effektiver genutzt werden könnten. Eine Einschränkung des Fleischkonsums würde nicht nur die verfügbare Getreidemenge für die Ernährung von Menschen erhöhen, sondern auch die Umwelt schonen und sogar unsere eigene Gesundheit fördern. So könnten auch wir einen wichtigen Beitrag zu dem Motto „Gemeinsam gegen den Hunger“ leisten.