Yabré Belemgnégré, Burkina Faso

Ein Interview mit Yabré Belemgnégré, Führungskraft im Epizentrum Vowogdo in Burkina Faso

In einem Interview stellten Mitarbeiter des Hunger Projekts Burkina Faso Yabré Belemgnégré Fragen zu ihren Erfahrungen als lokale Führungspersönlichkeit.

DHP Burkina Faso: Sagen Sie uns bitte, wie Sie heißen, wie alt Sie sind und woher Sie stammen?

Yabré Belemgnégré: Ich heiße Yabré Belemgnégré und bin aus Vowogdo. Was mein Alter angeht, ich weiß es nicht.

DHP: Wissen Sie es nicht oder wollen Sie es nicht sagen?
YB: Lassen Sie uns über andere Dinge sprechen.

DHP: Gut. Seit wann machen Sie beim Hunger Projekt mit?

YB: Ich hörte 2003 zum ersten Mal vom Hunger Projekt, als es mit seiner Arbeit in meiner Gegend begann. Sie wollten sich mit führenden Persönlichkeiten aus 10 Dörfern treffen.

DHP: Sie meldeten sich, als Führungspersönlichkeiten zu einem ersten Treffen in Vowogdo vom Hunger Projekt eingeladen wurden. Warum verstanden Sie sich als Führungskraft?

YB: Ich leitete damals und tu dies auch heute noch – die Frauengruppe Soogtaaba in dem Dorf Vedgo-petit, einem der 10 Partnerdörfer des Epizentrums Vowogdo. Jetzt bin ich auch noch Mitglied des Komitees für das Mikrokreditprogramm.

DHP: Stimmt, das sind Führungspositionen, die Sie da ausfüllen. Erzählen Sie uns nun doch bitte, ob die Arbeit im Hunger Projekt für Sie und Ihre Familie wichtig gewesen ist und wenn ja, in welchem Ausmaß.

YB: Ja, es war sehr wichtig für mich. In den Workshops des Hunger Projekts, bei denen ich jetzt selbst als Trainerin mitarbeite, habe ich gelernt: Entwicklung erfordert vor allem eigene Bereitschaft. Man muss sich eine Vorstellung machen von dem was man will, großen Einsatz für das Erreichen des Ziels zeigen und tatkräftig mitarbeiten. Ich habe auch gelernt, dass wenn in unseren Dörfern etwas passieren soll, dies von uns ausgehen muss und wir es auch unterstützen müssen. Vor allem wir, die hier lebende Bevölkerung, muss hinter allem stehen.

DHP: Können Sie andere wichtige Veränderungen nennen?

YB: Ja, da kann ich einiges nennen. Zum Beispiel der Kleinkredit, den ich erhalten habe und durch den ich selbst Einkommen erwirtschaften kann. Jetzt kann ich meine Kinder in die Schule schicken und besser für meine Familie sorgen. Auch die Alphabetisierungskurse waren wichtig, durch sie wurde vieles für mich klarer.

DHP: Möchten Sie noch etwas ergänzen?

YB: Ja, tausend Dank an das Hunger Projekt Burkina Faso und die Bitte, die gute Arbeit fortzusetzen. Es mag so scheinen, dass die Veränderungen in unserer Gemeinschaft nur langsam vorangehen, aber es geschieht tatsächlich viel.