
Dr. Idrissa Dicko aus Burkina Faso informierte am 3. und 4. Juni 2007 auf Veranstaltungen in München und Hamburg über die Arbeit des Hunger Projekts und berichtete sehr anschaulich über die Entwicklung vor Ort. Er ist seit 10 Jahren Landesdirektor und hat die Arbeit des Hunger Projekts dort aufgebaut.
Dr. Dicko (PhD in Landwirtschaftlicher Entomologie in den USA) war nach seiner Rückkehr nach Burkina Faso fünfzehn Jahre als Professor an der Universität Ouagadougou und als Administrativer Direktor des Institute of Rural Development tätig. Im Jahr 1997 übernahm er die Leitung des Hunger Projekts. Im Jahr 2000 wurde ihm der in Burkina Faso höchste Orden verliehen: The Medal of the National Order.
Trotz herrlichstem Biergarten-Wetter folgten 70 Interessierte der Einladung, um mehr über die Aktivitäten des Hunger Projekts in Burkina Faso zu erfahren. In München hatte das Hilton freundlicherweise wieder einmal einen Tagungsraum inklusive Verpflegung und Technik zur Verfügung gestellt, und der Rahmen war dementsprechend professionell und dem weit angereisten Ehrengast würdig.
Die Teilnehmer und Aktive waren absolut beeindruckt von der klaren, präzisen und umfassenden Präsentation Dr. Dickos mit vielen Statistiken, Zahlen und Fotos. Gute Beispiele für Erfolge, Herausforderungen und Schwierigkeiten ergänzten lebendig die Präsentation. Es wurde deutlich, was den Erfolg und die besondere Herangehensweise des Hunger Projekts ausmacht.
Um nur ein paar kleine Beispiele zu nennen:
Ohne die Arbeit anderer Organisationen oder der Regierung zu verurteilen, vermittelte Dr. Dicko sehr schlüssig, anhand mehrere Beispiele, warum der seit Jahren mit Unsummen finanzierte Ansatz „von oben nach unten“ nicht funktionieren kann.
Es entwickelte sich schnell ein äußerst lebhafter Austausch von Ideen und Fragen mit der sehr interessierten Zuhörerschaft. Gegen Ende der hochinteressanten Veranstaltungen stellte sich dann entsprechend auch die Frage nach dem Beitrag eines jeden einzelnen für den geplanten weitere Ausbau von EPI-Zentren in Burkina Faso und Afrika allgemein.
Mit ca. 300.000 - 400.000 Euro über einen Zeitraum von 5 Jahren sind vergleichsweise geringe Investitionen erforderlich um bis zu 20.000 Menschen nachhaltig zu Eigenständigkeit zu verhelfen. Leni Rieppel wies auf eine Vielzahl von Investitions- und Unterstützungsmöglichkeiten hin, und abschließend stellte Martin Aufmuth sein sehr beeindruckendes „BallonMillion“-Projekt vor.
Die Idee, dass man mit dem Versprechen von 100 Euro eine Million Euro für neue Epizentren in Afrika per 01. Januar 2008 freisetzen könne, wenn „nur“ 10.000 Menschen und Firmen das gleiche tun, faszinierte alle Anwesenden.
So entschieden sich viele Veranstaltungsteilnehmer, ebenfalls ihren persönlichen Beitrag in die weitere Arbeit des Hunger Projekts in Afrika zu investieren und freuten sich gemeinsam mit dem Hunger Projekt-Team, Dr. Dicko und Martin Aufmuth über genau 62 neue Ballons a 100 Euro.