Januar 2010

Eine Investoren–Reise nach Nordindien im November 2009

Eindrücke von: Alexandra Wulff, das Hunger Projekt Deutschland e.V., München

Indien hat ein großes soziales Experiment gewagt. Mit der Verfassung von 1992 wurde den lokalen Selbstverwaltungen, den sogenannten Panchayats, mehr politische Macht und finanzielle Ressourcen übertragen. Festgelegt wurde auch, dass ein Drittel der Sitze in den Panchayats von Frauen besetzt werden muss.
Diese Quote wurde Ende 2009 auf 50% erhöht, ein Schritt von enormer Tragweite. Je mehr Frauen sich für die Interessen der Dorfbewohnerinnen und -bewohner einsetzen können, umso mehr werden sie erreichen. Während meiner Reise wurde deutlich, dass Zugang zu Trinkwasser, Straßenbau, Gesundheit, Schulbildung und Alkoholprobleme bei Männer die wichtigsten gemeinsamen Anliegen der Frauen sind. >> mehr

Meldungen

Die BallonMillion im dritten Jahr

Die Aktion BallonMillion von Martin Aufmuth hat Ende dieses Jahres im dritten Jahr seit dem Start im Juli 2007 einen Zählerstand von 345.500 Euro erreicht. 2009 kamen bei Sponsorenläufen, Ausstellungen, dem Start neuer Ballons und anderen Aktionen und Investitionen 85.500 Euro zusammen. Inzwischen wurde die Summe, die für den Bau und die ersten fünf Jahre bis zur Selbständigkeit eines Epizentrums gebraucht erreicht. Das Ziel der Aktion ist es, innerhalb von fünf Jahren den Aufbau von drei Epizentren zu sichern.
>> www.ballonmillion.de

Die Koordinatorin für Chiapas vom Hunger Projekt Mexiko erhält „Preis für die Jugend“

Margarita Ruiz, die Koordinatorin des Hunger Projekts für den mexikanischen Bundesstaat Chiapas wird von diesem mit dem „Preis für die Jugend“ ausgezeichnet. Dies ist der wichtigste Preis, der in Chiapas an junge Bürger vergeben wird, die sich für die Entwicklung in ihrer Gemeinde einsetzen. Margarita erhielt den Preis am 14. Dezember.
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Partner des Hunger Projekts Ghana gewinnen Landwirtschaftspreis

Bei Feiern im Dezember 2009 zum National Farmers' Day in Ghana, der vom Landwirtschaftsministerium organisiert wird gewannen fünf Partner des Hunger Projekts aus den Epizentren Odumase-Wawase und Adensua-Besease verschiedene regionale Preise für ihre Produkte.
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Das Hunger Projekt Schweiz ist ZEWO-zertifiziert

Vergleichbar mit dem DZI-Spendensiegel in Deutschland ist das ZEWO Gütesiegel in der Schweiz. Das Hunger Projekt Schweiz erhielt das ZEWO-Siegel im Dezember.

"Das ZEWO-Gütesiegel zeichnet gemeinnützige Organisationen für den gewissenhaften Umgang mit den ihnen anvertrauten Geldern aus. Es bescheinigt den zweckbestimmten, wirtschaftlichen und wirkungsvollen Einsatz von Spenden und steht für transparente und vertrauenswürdige Organisationen mit funktionierenden Kontrollstrukturen, die Ethik in der Mittelbeschaffung und Kommunikation wahren. Organisationen, die das Gütesiegel tragen werden regelmässig auf die Einhaltung der Kriterien geprüft."
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Termine
17. - 18. April 2010, Bad Honnef

Aktivenkonferenz und Mitgliederversammlung
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Beispiel des Monats

Youth Leader in Bangladesch startet eine Alphabetisierungsbewegung in seiner Stadt

A.K. Manik ist 21 Jahre alt und wuchs mit seinen 6 Brüdern und 2 Schwestern in Raghobpur in Bangladesch auf. Manik lernte das Hunger Projekt 2003 bei einem Workshop von Youth Ending Hunger - YEH (Jugend beendet Hunger) an seiner Hochschule kennen. Danach entschied er sich für ein weiteres 4 Tage langes Jugend-Leadership-Training, in dem es auch um Gender-Aspekte in der Gesellschaft ging.
"In Bangladesch haben wir bisher die Bedeutung der Frauen für die Gesellschaft nicht bemerkt, aber das müssen wir. Denn sie arbeiten mehr als die Männer und sie opfern sich für uns auf. Vor dem Workshop sah ich Frauen nicht als gleichwertig an. Mir war nicht klar, wie wichtig es ist, für ihre Rechte einzutreten."
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