Stärkung der lokalen Demokratie – Schlüssel für Entwicklung in afrikanischen Staaten
In diesem Jahr feiern 17 afrikanische Staaten 50 Jahre Unabhängigkeit. Das Ende der Kolonialzeit bedeutete in den meisten Fällen die Übernahme der Regierung durch afrikanische Eliten, die mit den ehemaligen Kolonialmächten enge Beziehungen pflegten und eigene wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellten. Die 14 Staaten, die zuvor zu dem französischen Kolonialreich gehörten, wurden durch Kooperations- verträge weiter an das ehemalige Mutterland gebunden. Sie waren souverän, aber die Kolonialisierung wurde mit anderen Mitteln fortgesetzt. Der Großteil der Gewinne aus der Nutzung der Ressourcen ging an eine kleine Elite in dem jeweiligen afrikanischen Staat und an die französischen Konzerne, wie zum Beispiel den Ölkonzern Elf Aquitain (heute Total). Diese Eliten haben sich in vielen Staaten, auch mit der Unterstützung Frankreichs, einen stabilen Machtapparat aufgebaut und regieren ohne Berücksichtigung der Interessen der Bevölkerung. >> mehr